Ein Haus mit Geschichte

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Seit über 100 Jahren ist das Haus „Beim Patzelt“ ein Ort voller Erinnerungen. Generationen haben hier gelebt, gelacht und das Haus mit viel Liebe erhalten. Heute begrüßen wir Gäste aus nah und fern und laden Sie ein, dieses besondere Allgäuer Familienhaus kennenzulernen und selbst Teil seiner Geschichte zu werden.

Die Anfänge unseres Familienhauses

Im Jahr 1929 kaufte Tina’s Urgroßvater Ludwig Patzelt das Haus „Beim Patzelt“. Das Gebäude selbst ist bereits über 100 Jahre alt und befindet sich seitdem ununterbrochen im Familienbesitz. Heute ist daraus unser Ferienhaus mit Geschichte in Nesselwang geworden – ein Ort, an dem Tradition, Gastfreundschaft und Allgäuer Heimat bis heute gelebt werden.

Ludwig Patzelt stammte aus Kottern bei Durach im Oberallgäu. Gemeinsam mit seiner Frau Balbina Patzelt, geborene Ochsenreiter aus Scheidegg im Landkreis Lindau, zog er nach Wank, einem Ortsteil von Nesselwang. So begann die Geschichte der Familien Patzelt, später Haug und heute Heuß in Wank – dort, wo wir seit 2022 selbst mit unserer Familie leben.

Viele Erinnerungen und Geschichten über unser Allgäuer Familienhaus haben wir von Tina’s Oma erfahren, die ebenfalls ihr ganzes Leben in Wank verbracht hat. Gemeinsam mit ihr haben wir alte Erzählungen gesammelt und aufgeschrieben, um die Geschichte unseres Hauses zu bewahren und mit unseren Gästen zu teilen.

Nicht alle Ereignisse lassen sich heute noch auf den Tag genau datieren. Manche Erinnerungen wurden über Generationen hinweg weitererzählt und sind deshalb nur ungefähr überliefert. Gerade diese Erzählungen machen für uns den besonderen Charme unseres Hauses aus.

Bereits zu Zeiten von Tina’s Ururgroßeltern wurde das Haus als Fremdenheim genutzt. Anfangs standen drei, später vier Gästezimmer zur Verfügung. Schon damals wurden Urlauber herzlich empfangen – eine Tradition, die bis heute fortgeführt wird. Tina’s Urgroßmutter versorgte die Gäste und verkaufte unter anderem frische Milch direkt am Haus.


Geschichte, die unser Haus geprägt hat

Während der Zeit des Nationalsozialismus und der Organisation „Kraft durch Freude (KdF)“ wurden Frauen zwangsweise in unserem Haus einquartiert. Die Familie hatte damals keine Möglichkeit, sich dagegen zu wehren. Zusätzlich mussten die untergebrachten Frauen kostenlos verpflegt werden – ein bewegendes Kapitel der Geschichte unseres Hauses.

Im Laufe der Jahre veränderte sich das Leben im Haus immer wieder. Zeitweise wurden hier eine kleine Wirtschaft und ein Krämerladen betrieben. Tinas Oma erinnert sich noch gut daran, wie sie als Kind gemeinsam mit den Gästen in der Küche saß, die gleichzeitig als Gaststube diente. Schon damals war Gastfreundschaft ein fester Bestandteil des Hauses – lange bevor daraus unser heutiges Ferienhaus in Nesselwang wurde.


Als die Bundesstraße noch direkt am Haus verlief

Bis zum Jahr 2006 führte die Bundesstraße zwischen Kempten und Füssen direkt durch Wank – unmittelbar an unserem Haus vorbei. Wenn Sie heute die Treppe vom Balkon hinuntergehen, erkennen Sie noch immer, wie nah die Straße damals am Gebäude verlief.

Mit dem Spatenstich zur Ortsumfahrung im Jahr 2004 begann für Wank eine neue Zeit. Zwei Jahre später wurde die Umfahrung eröffnet. Endlich kehrten Ruhe und Lebensqualität in den Ort zurück. Zuvor bestimmten dichter Verkehr, lange Staus sowie Lärm und Schmutz den Alltag.

Ein Ereignis wird unserer Familie jedoch immer in Erinnerung bleiben: Im Winter begegneten sich zwischen unserem Haus und der Kapelle zwei Lastwagen. Einer wich aus und prallte direkt in die Hausecke unseres Hauses. Geladen hatte der Lkw sechs Luxuslimousinen auf dem Weg nach Ägypten. Nur wenige Augenblicke zuvor hatte Tinas Oma den Raum verlassen, in dem sie an der Bügelmaschine arbeitete – ein glücklicher Zufall, der Schlimmeres verhinderte.


Ein Haus, das sich mit den Generationen verändert

Der heutige Anbau entstand im Jahr 1969. Dort wuchs Tina gemeinsam mit ihren Eltern Joachim und Silvia auf. Bis zum Jahr 1998 lebte die Familie im Anbau, bevor sie in das Haupthaus umzog.

Für die kommenden Jahre ist geplant, den Anbau durch eine neue Garage mit kleiner Werkstatt zu ersetzen. Vor dem Gebäude entstehen zusätzliche Parkplätze für die Gäste unseres Ferienhauses Beim Patzelt.


Die Nachtwächter von Wank

Eine besonders schöne Tradition verbindet unser Haus mit dem Dorf Wank. Früher, als nahezu alle Bewohner in der Christmette waren und weder Zeitschaltuhren noch elektrische Außenbeleuchtung selbstverständlich waren, zog in der Weihnachtsnacht der Nachtwächter durch die Straßen. Seine Aufgabe war es, auf mögliche Brände zu achten und das Dorf vor Dieben und anderem Gesindel zu schützen.

Seit 2023 lebt diese Tradition wieder auf. Wenn Sie während Ihres Aufenthalts die Nachtwächter vor unserem Haus sehen oder hören, laden Sie sie gerne auf einen Schnaps ein und bitten Sie sie herein. Die Nachtwächter-Ehre wird jedes Jahr an ein anderes Haus in Wank weitergegeben – und wir freuen uns, dass auch unser Haus Teil dieser besonderen Dorftradition ist.

Traditionen, die bis heute gelebt werden

Unser Ferienhaus Beim Patzelt ist eng mit dem Dorf Wank und der Gemeinde Nesselwang verbunden. Viele Traditionen werden hier seit Generationen gepflegt und wir freuen uns, wenn auch unsere Gäste daran teilhaben.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag gestalten die Wanker Kinder eine kleine Andacht in der Johanneskapelle, deren Ursprung vermutlich bis in das Jahr 1706 zurückreicht. Geweiht wurde die Kapelle im Jahr 1726. Nach der Andacht treffen sich viele Dorfbewohner zu einem gemütlichen Beisammensein mit Plätzchen, Punsch und Glühwein. Auch unsere Feriengäste sind hierzu herzlich eingeladen.


Die Neujahrsschreier von Wank

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehört eine ganz besondere Tradition zum Dorfleben in Wank: die Neujahrsschreier.

Jedes Jahr am 1. Januar ziehen die Kinder des Dorfes – heute bereits ab dem Vorschulalter bis zum Beginn ihrer Ausbildung – von Haus zu Haus und wünschen allen Bewohnern ein glückliches neues Jahr.

Mit ihrem traditionellen Spruch begrüßen sie die Menschen:

„Ein kleines Wünschlein bring ich freundlich dar,
Gott schütze Sie im neuen Jahr.“

Als Dank erhalten die Kinder Süßigkeiten, Obst oder eine kleine Geldspende und verabschieden sich mit den Worten:

„Vergelt’s Gott druiertstausend Mal.“

Wenn Sie den Jahreswechsel bei uns verbringen, freuen wir uns sehr, wenn auch Sie diese schöne Tradition miterleben und unterstützen.


Gemeinsam feiern in Wank

Jedes Jahr im Juli findet – sofern es die Umstände zulassen – das Wanker Dorffest statt. Es wird von den Dorfbewohnern gemeinsam organisiert und der Erlös kommt vollständig der Dorfgemeinschaft zugute.

Auch unsere Gäste sind herzlich eingeladen mitzufeiern, neue Menschen kennenzulernen und echte Allgäuer Gastfreundschaft zu erleben.

Aktuelle Informationen zu Veranstaltungen und Terminen finden Sie am Schwarzen Brett an der Johanneskapelle.


Warum unser Haus „Beim Patzelt“ heißt

Im Allgäu haben viele Häuser bis heute ihren traditionellen Hausnamen behalten. Häufig geht dieser auf den Familiennamen der Besitzer zurück, manchmal auf einen Beruf oder die Lage des Hauses.

Auch unser Haus trägt seinen Namen seit Generationen:

„Beim Patzelt“

Benannt nach Ludwig Patzelt, dessen Familie das Haus seit 1929 besitzt.

In Wank finden sich noch viele weitere historische Hausnamen, beispielsweise der Heigler Hof oder das Haus Zur Rossweide. Sie erzählen bis heute ein Stück Dorfgeschichte und gehören zur Allgäuer Kultur.


Wir freuen uns, wenn Sie Teil unserer Geschichte werden

Seit über 100 Jahren ist das Haus „Beim Patzelt“ ein Ort der Begegnung. Generationen haben hier gelebt, gearbeitet, gelacht und Gäste willkommen geheißen.

Heute dürfen wir diese Geschichte mit Ihnen teilen. Vielleicht nehmen auch Sie nach Ihrem Aufenthalt nicht nur schöne Urlaubserinnerungen mit nach Hause, sondern werden selbst ein kleiner Teil der Geschichte unseres Hauses.

Herzlich willkommen im Ferienhaus „Beim Patzelt“.

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